Viele schwören auf die Wirkung von Magnesiumöl. Es ist zum Auftragen auf die Haut geeignet und sorgt für eine sehr gute Aufnahme des Magnesiums. Auf der Suche nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten bei der Schmerzbekämpfung ist Magnesiumöl immer beliebter. Wir zeigen ihnen wie sie Magnesiumöl selbst herstellen können.

Wirkung

Folgende Beschwerden und Symptome können damit gelindert werden:

  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Asthmasymptome
  • chronische Müdigkeit
  • Blutdruckprobleme
  • PMS-Beschwerden
  • Migräne
  • Einschlaf- und Durchschlafstörungen

Im Grunde handelt es sich beim „Magnesiumöl“ gar nicht um ein echtes Öl, sondern es wird aus Magnesiumchlorid Hexahydrat und Wasser hergestellt. Indem man diese beiden Zutaten mischt, entsteht eine eher ölige Konsistenz, daher wird die Mischung „Magnesiumöl“ genannt.

Rezept für alle, die 100 Milliliter Magnesiumöl selber machen wollen

Wer 100 ml Magnesiumöl herstellen möchte, benötigt folgende Inhaltsstoffe:

  • 30 Gramm „Magnesiumchlorid Hexahydrat“
  • destilliertes Wasser oder Leitungswasser
  • eine 100 ml-Sprühflasche
  • eine Präzisionswaage oder eine Briefwaage
  • einen 1-Liter-Messbecher

Anleitung: Magnesiumöl selbst herstellen

Es ist gar nicht so schwer, das Magnesiumöl selbst herzustellen. Es gilt, die unterschiedlichen Herstellungsschritte und die empfohlenen Mengenangaben einzuhalten.

1. Zuerst werden die 30 Gramm in einen Messbecher gegeben. Es können auch sogenannte „Magnesiumflakes“ aus dem Zechsteinmeer verwendet werden für die Eigenproduktion von Magnesiumöl. Aber auch das „Magnesiumchlorid Hexahydrat“ oder die Magnesiumflakes aus dem „Toten Meer“ können benutzt werden.

2. Anschließend wird der Messbecher auf 100 Milliliter aufgefüllt. Idealerweise hat das Wasser eine Temperatur von 26 Grad (Körpertemperatur). Ist das Wasser kühler, dauert es etwas länger, bis das Magnesium vollständig aufgelöst ist.

3. Ein Löffel ist die ideale Hilfe, um die Lösung dann solange umzurühren, bis sich das komplette Magnesium ganz aufgelöst hat. Anschließend wird die fertige Magnesiumlösung dann in die 100 Milliliter Sprühflasche umgefüllt und je nach Bedarf, das Magnesiumöl etwas abgekühlt.

Sicher transportieren

Von jetzt an kann das Magnesiumöl so eingesetzt werden und in dem praktischen Sprühbehälter kann es auch überall hin mitgenommen werden. Sogar für Flugreisen ist dieses Fläschchen wegen der „Handgepäcksbestimmung“ ideal, da man 100 ml hier mitnehmen darf.

Herstellung größeren Mengen

Eine größere Menge Magnesiumöl anzumischen ist ebenfalls möglich, dann sollten zum Beispiel 300 g Magnesiumchlorid und ein 1-Liter Messbecher benutzt werden. Anschließend den Messbecher bis zur 1-Liter-Markierung mit ungefähr 36 Grad warmen Wasser auffüllen und umrühren, bis sich das gesamte Magnesium wiederum aufgelöst hat. Dann kann dies in eine kleinere Sprühflasche gegossen werden. Der Rest wird luftdicht aufbewahrt und je nach Wunsch zum Nachfüllen benützt.

Verwendung

Als Tipp kann man Magnesiumöl auch gut auf der Wade aufsprühen, indem man den „Plastikhalm“ des Sprühkopfes entfernt und ohne diesen sprüht: Damit lassen sich schwierige Stellen sehr gut auch über Kopf besprühen.

Wichtig ist es, zu beachten, dass das Öl nicht auf offene Wunden gesprüht werden sollte oder auf frisch rasierte Hautstellen, denn es kann unangenehm brennen.

Auch in die Augen sollte es nicht kommen. Deshalb nach dem Einreiben unbedingt die Hände waschen, damit man sicherstellt, dass es nicht in die Augen gelangt.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, Magnesiumöl ist sehr hilfreich als alternatives Therapeutikum ohne jegliche Nebenwirkungen. Ob Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Blutdruckprobleme oder Migräne: Bei vielfältigen Symptomen kann das selbsthergestellte Magnesiumöl bei richtiger Anwendung helfen. Auch Sportler lieben dieses Öl, denn es ist gerade nach dem Sport angenehm, wenn man einem eventuellen Muskelkater vorbeugen möchte. Migränepatienten schätzen außerdem das Magnesiumöl zum Einmassieren des Nackens.

Tipp: Wer das Magnesiumöl bei Migräne einsetzen möchte, kann einen großen Roller-Stift kaufen, der befüllbar ist (im Kosmetik-Herstellungs-Bereich erhältlich) und diesen damit füllen. Dann lässt sich das selbstgemachte Öl wie ein Deoroller mit einer Hand leicht selbst auf den Nacken auftragen. Die Muskulatur wird hier dann durch das schnelle Eindringen des Magnesiums und die muskelentspannende Wirkung, gelockert und die Migräne wird dadurch gelindert.

Selbstgemachtes Magnesiumöl ist besonders günstig und vielfältig in der Hausapotheke einsetzbar bei unterschiedlichen Beschwerden und das ohne Nebenwirkungen.